Weißstorchschutz in der Oberlausitz

In der Oberlausitz liegt ein Schwerpunkt im Vorkommen des Weißstorches in Sachsen. Das Gebiet ist somit landes-, aber auch bundesweit von großer Bedeutung für den Weißstorchschutz.

ImageDabei sind die höchsten Storchendichten in den Altkreisen Bautzen und Niesky mit jeweils 5-10 Brutpaaren pro 100 km² zu verzeichnen. Zu Beginn des 20. Jahrhundert kam der Weißstorh in der Oberlausitz noch sehr selten vor. Im Jahr 1945 gab es lediglich ein Brutpaar im Gebiet des heutigen Biosphärenreservates Oberlausitzer Heide- und Teichlandschaft. Seit Mitte der 1950er Jahre kam es zu einer kontinuierlichen Zunahme des Bestandes: 1961 gab es in Sachsen insgesamt 119 Brutpaare. Bis 2003 stieg der Bestand auf 344 Brutpaare an. In den letzten Jahren war allerdings ein zum Teil deutlicher Rückgang der Bestände zu beobachten.  Um die weitere Entwicklung der Weißstorchbestände zu fördern, ist neben der artgerechten Pflege von Wiesen und dem Schutz von Feuchtgebieten (Sicherung von Nahrungsflächen) auch der Erhalt von Nistplätzen von vorrangiger Bedeutung. Um die Gefährdung von Störchen durch  Stromleitungen zu vermeiden, werden an Strommasten Spezialunterlagen, die das Nest ca. 1 m über die Spitze des Mastes heben sowie Isolierungen an den Leitungen in unmittelbarer Nestnähe angebracht. Bei Starkregen sind die Jungen im Nest durch Unterkühlung und Tod durch Ertrinken bedroht. Hier ist eine ständige Kontrolle der Nester und eventuell ein Rückbau bzw. Abtragen von Teilen des Nestes sowie Verbesserung des Regenwasserabflusses notwendig.