Öffentlichkeits- und Bildungsarbeit im Schloss Niederspree

Das Schloss Niederspree wurde vor 100 Jahren im englischen Landhausstil erbaut und feierte 2019 seinen 100. Geburtstag. Ab 1990 diente das Schloss als Naturschutzzentrum. Danach fungierte es bis 2018 als Herberge. Das Gebäude stand seit einiger Zeit leer und war ungenutzt. Das Schloss steht unter Denkmalschutz. Die Lage des Gebäudes prädestiniert es auf besondere Weise, für die Öffentlichkeits- und Bildungsarbeit des NSG genutzt zu werden.
Das NSG „Niederspreer Teiche und Kleine Heide Hähnichen“ ist aufgrund seiner Arten- und Lebensraumausstattung nicht nur eines der wichtigsten sächsischen Schutzgebiete, sondern auch in das europäische Schutzgebietssystem Natura 2000 eingeordnet. Es zählt innerhalb Deutschlands wegen seiner überragenden Artenvielfalt zu den Gebieten mit gesamtstaatlich repräsentativer Bedeutung. Der Bund fördert derartige Gebiete und trägt auf diese Weise zur Erhaltung des nationalen Naturerbes Deutschlands bei.
Besonders gefährdete Lebensräume, wie z.B. nährstoffarme Stillgewässer, Moore und Fließgewässer mit Unterwasservegetation, aber auch Heiden und Binnendünen, Eichen– und Moorwälder ermöglichen das Vorkommen so bemerkenswerter Arten, wie Fischotter, Wolf, Seeadler, Kranich, Rotbauchunke, Schlammpeitzger, Großer Feuerfalter oder Schwimmendes Froschkraut, um nur einige zu nennen.
Zielstellung:
Das NSG Niederspree-Hammerstadt soll in seiner floristischen und faunistischen Vielfalt und der hohen Dichte an unterschiedlichen Lebensräumen erhalten bleiben. Dies ist von hoher Bedeutung für den überregionalen Arten- und Biotopschutz und den Naturschutz im Allgemeinen. Über den Erhalt hinaus wird auch die Weiterentwicklung des NSG im Sinne des Naturschutzes angestrebt.
Zur Unterstützung von Erhalt und Weiterentwicklung ist die kontrollierte Öffnung des NSG für Forschung und Bildung eine bedeutende Basis für die Verbreitung des Naturschutzgedankens in der Bevölkerung. Expertengruppen sollen, wie bereits seit vielen Jahrzenten Tradition, das NSG für ihre Weiterbildungen und wissenschaftlichen Austausch nutzen können, unter den strengen Vorgaben des Naturschutzes. Neben der vertiefenden Bildung von (jungen) Erwachsenen ist dabei die Kinder- und Jugendbildung auf den verschiedenen Bildungsniveaus wichtig, da nur so ein ausreichend großer Teil der Bevölkerung für fundiertes Wissen im Bereich Naturschutz bereit ist. Das wachsende Interesse von Kindern an Umweltthemen führt häufig auch zu einer Sensibilisierung der Familien und verstärkt somit den positiven Effekt der Umweltbildung.
Gefördert wird dieses Projekt durch das Entwicklungsprogramm für den ländlichen Raum im Freistaat Sachsen 2014 -2020 und den europäischen Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raumes.