Wolfsübergriff am 3. Advent

Dienstag, 19.12.2017

Wölfe reißen in Förstgen acht Schafe

Am Sonntag wurden die toten Tiere entdeckt. Mittlerweile ist die Herde im Winterquartier.

Von Bernhard Donke

Schäfer Felix Wagner bringt seine Herde am Montag nach den Wolfsriss zur Überwinterung in den Stall nach Förstgen. Schäfer Felix Wagner bringt seine Herde nach Förstgen.

© Bernhard Donke

Es war am Morgen des dritten  Adventsonntag für Schäfer Felix Wagner kein schöner Anblick. Nachdem die Tiere des Fördervereins für die Natur der Oberlausitzer Heide und Teichlandschaft vom Frühjahr an bis zum vergangenen Sonntag in der Landschaftspflege auf sensiblen Flächen des Biosphärenreservats tätig waren, ereilte sie in der Nacht vom Adventsonnabend zum Adventsonntag ein trauriges Ereignis. Die Schafherde Heidschnucken, in der auch eine ganze Anzahl von Burenziegen ihr Dasein haben, wurde Opfer einer Wolfsattacke. Acht gerissene und getötete Schafe lagen weit verstreut auf der Weidenfläche. Diese Bilder waren schrecklich für den Schäfer. Noch am Montag merkt man Felix Schäfer an, dass er den Anblick erst einmal verarbeiten musste. Obwohl der Zaun laut Aussagen des Mitarbeiters des Fördervereins nach den Vorschriften zum Schutz der Tiere vor dem Wolf aufgebaut war, hatte sich das Raubtier Zugang zu der Herde auf der Weide verschafft. „Es könnten auch mehrere Wölfe gewesen sein, die sich hier an den Tieren zu schaffen machten. Denn neben den acht toten Tieren sind heute noch eine ganze Anzahl Tiere aus der Herde ausgebüchst und auf der Flucht im Waldgebiet Daubaner-Baruther Wald“, sagt Schäfer Felix Wagner am Montag.

Aufgrund dieses Vorfalls, der auch von den Wolfsexperten noch am Adventssonntag genau untersucht wurde, hat der Schäfer bereits die Herde der tragenden und nichttragenden Muttertiere am Sonntag in den vereinseigenen Schafstall nach Förstgen gebracht. Damit sicherte er ab, dass der in den kommenden Wochen erwartete Nachwuchs bei den Schafen in Sicherheit das Licht der Welt erblicken und aufwachsen kann.

 

Quelle: http://www.sz-online.de/nachrichten/woelfe-reissen-in-foerstgen-acht-schafe-3842918.html